Impressum

 

Ensemble PHOENIX

Das Ensemble PHOENIX gründete sich 2001 eigens zur Präsentation der Kompositionen des geheimnisumwitterten Grafen von Saint Germain. Der als Alchimist, Diplomat und Weltenbummler bekannt gewordene Zeitgenosse Casanovas und Voltaires war zu Lebzeiten auch als virtuoser Geiger bekannt, der neben Werken für sein Instrument auch eine Sammlung mit italienischen Arien komponiert hat. Er verbrachte seine letzten Jahre in Louisenlund und Eckernförde.

Zunächst wurden am 28.04. und 21.09.2002 als deutsche Uraufführung einige Instrumentalwerke für 1 bzw. 2 Violine(n) und basso continuo in der Eckernförder St.Nicolai-Kirche, die auch die Gruft des Grafen beherbergt, vorgestellt. Die damalige Besetzung war: Marcus Honegger (Konzertmeister des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters) - 1. Violine, Thorsten Mahnkopf (Stimmführer der 2. Violinen ebenda) - 2. Violine, Arthur Weinbrenner (Leiter der Schauspielmusik am Schleswig-Holsteinischen Landestheater) - Cembalo, Matthias Hahn-Engel - Violoncello. Um in Konzerten auch die Arien und Lieder präsentieren zu können, wurde die Sopranistin Antje Bitterlich engagiert, für die nach einiger Zeit Martina Schilling, später Miriam Sabba eintrat.

Der Terminplan der Musiker des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters und Landestheaters erforderte, dass immer öfter Vertretungen für die PHOENIX-Konzerte gefunden werden mussten, wie z. B. der Cembalist Michael Fuerst, der viele Konzerte mitgestaltete und auch bei einer CD-Produktion mitwirkte.

Außerdem wirkten in Konzerten des Ensembles PHOENIX mit: Christoph Hahn - Cembalo; Vali Vasile Darnea - Violine; Arkadi Gutnikov - Violine; Martin Hundelt - Tenor; Thomas Cornelius - Cembalo; Maja Marvin - Violine; Jan Baruschke - Violine; Rupert Dintinger - Violine. Seit 2008 sind die freiberuflichen Geiger Hans-Christian Jaenicke - 1. Violine und Nicola Kruse - 2. Violine Mitglieder des Ensembles PHOENIX, außerdem die Sopranistin Miriam Sabba, Arthur Weinbrenner am Cembalo und Matthias Hahn-Engel am Violoncello.


Hans-Christian Jaenicke - 1. Violine, Nicola Kruse - 2. Violine,
Arthur Weinbrenner - Cembalo, Miriam Sabba - Sopran,
Matthias Hahn-Engel - Violoncello

Zur Interpretation der Trio- und Solosonaten tritt das Ensemble zuweilen auch als Streichduo, -trio oder in der Quartettbesetzung mit Cembalo auf.
Buchung unter 04331 - 69 78 178
Seit seiner Gründung 2001 hat das Ensemble PHOENIX über seine Konzerttätigkeit im In- und Ausland hinaus 3 CDs mit Werken des Grafen von Saint Germain eingespielt.

Der Graf von St. Germain
( 1696 ? - 1784 )

Viele geheimnisvolle Geschichten werden über den Grafen von St. Germain erzählt. Der Alchimist, Diplomat und Weltreisende führte ein bewegtes Leben. Seine Zeitgenossen beschreiben ihn als einen mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten ausgestatteten Menschen, der an europäischen Höfen mit meist geheimem diplomatischen Auftrag verkehrte, was auch den Einsatz von mehr als 30 verschiedenen angenommenen Pseudonymen erklärt, der diese besondere Persönlichkeit nicht nur für seine damaligen Widersacher so schwer greifbar macht. So soll nach seinem eigenen Bekunden auch der geführte Name Graf Saint Germain ein aus Selbstschutz angenommener sein, so daß sich seine eigentliche Herkunft nur erahnen läßt.

Sein großes Wissen in der Alchimie, das er auf vielen Reisen in aller Herren Länder stets erweiterte, die Steinveredelung, das Entwickeln von Gegengiften und die Erfindung neuer textiler Färbemethoden brachte ihm viele Bewunderer, aber auch Feinde.

Nicht zuletzt brillierte er bei Gesellschaften auch als virtuoser Geiger - ja sogar als hochgeschätzter Komponist. Vor allem während seines Aufenthalts in London in den späten 50ern des 18. Jahrhunderts komponierte und veröffentlichte er mehrere Sonaten für eine oder zwei Violinen mit Basso continuo, die er auch selbst zur Aufführung brachte. Ebenso komponierte er einige Arien für die Oper „L'inconstanza delusa" sowie eine reichhaltige Liedfolge von „Favourite Italian Songs".

Der Graf von Saint Germain verbrachte seine letzten Jahre auf Louisenlund beim Landgrafen Carl von Hessen-Kassel, mit dessen Unterstützung er das „Carlsmetall" entwickelte sowie neue Färbe- und Gerbverfahren als Direktor der Otte'schen Manufakturen in Eckernförde.

Am 27. Februar 1784 starb er in Eckernförde und wurde in der dortigen St.-Nicolai-Kirche beigesetzt, wie ein Eintrag im Kirchenbuch bezeugt, wenn auch Stimmen behaupten, ihn nach seinem Tode noch gesehen zu haben.


 
Impressum

Ein Buch neu erschienen

Noten Faksimile 75.00, jetzt 54,00

Der Graf von St. Germain
( 1696 ? - 1784 )

Viele geheimnisvolle Geschichten werden über den Grafen von St. Germain erzählt. Der Alchimist, Diplomat und Weltreisende führte ein bewegtes Leben. Seine Zeitgenossen beschreiben ihn als einen mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten ausgestatteten Menschen, der an europäischen Höfen mit meist geheimem diplomatischen Auftrag verkehrte, was auch den Einsatz von mehr als 30 verschiedenen angenommenen Pseudonymen erklärt, der diese besondere Persönlichkeit nicht nur für seine damaligen Widersacher so schwer greifbar macht. So soll nach seinem eigenen Bekunden auch der geführte Name Graf Saint Germain ein aus Selbstschutz angenommener sein, so daß sich seine eigentliche Herkunft nur erahnen läßt.

Sein großes Wissen in der Alchimie, das er auf vielen Reisen in aller Herren Länder stets erweiterte, die Steinveredelung, das Entwickeln von Gegengiften und die Erfindung neuer textiler Färbemethoden brachte ihm viele Bewunderer, aber auch Feinde.

Nicht zuletzt brillierte er bei Gesellschaften auch als virtuoser Geiger - ja sogar als hochgeschätzter Komponist. Vor allem während seines Aufenthalts in London in den späten 50ern des 18. Jahrhunderts komponierte und veröffentlichte er mehrere Sonaten für eine oder zwei Violinen mit Basso continuo, die er auch selbst zur Aufführung brachte. Ebenso komponierte er einige Arien für die Oper „L'inconstanza delusa" sowie eine reichhaltige Liedfolge von „Favourite Italian Songs".

Der Graf von Saint Germain verbrachte seine letzten Jahre auf Louisenlund beim Landgrafen Carl von Hessen-Kassel, mit dessen Unterstützung er das „Carlsmetall" entwickelte sowie neue Färbe- und Gerbverfahren als Direktor der Otte'schen Manufakturen in Eckernförde.

Am 27. Februar 1784 starb er in Eckernförde und wurde in der dortigen St.-Nicolai-Kirche beigesetzt, wie ein Eintrag im Kirchenbuch bezeugt, wenn auch Stimmen behaupten, ihn nach seinem Tode noch gesehen zu haben.

Das Konzert

Anlaß für die Suche nach den Kompositionen des Grafen war für den Eckernförder Musiker Matthias Hahn-Engel die Lektüre des Buches „Unter den Flügeln des Phönix" von Irene Tetzlaff ( Stuttgart 1992 ). In diesem Buch beschreibt die Autorin ausführlich das musikalische Wirken Saint Germains.

Nach erfolgreicher Suche fanden sich auch die weiteren Musiker zur Gründung des Ensembles Phoenix, das sich auch in Zukunft der Interpretation weiterer Kompositionen des Grafen von Saint Germain widmen wird.

So konnten am 28ten April 2002 in der Eckernförder St.-Nicolai-Kirche anläßlich der 700-Jahr-Feier der Stadt erstmals nach langer Zeit Instrumentalwerke des Grafen von Saint Germain wiederaufgeführt werden.

Diese CD trägt den Live-Mitschnitt dieses denkwürdigen Konzerts.

Die Kieler Nachrichten schreiben : „Die Stadt Eckernförde hat sich zu ihrem 700-jährigen Jubiläum ein bemerkenswertes Geschenk gemacht: die Uraufführung von Kompositionen, die der Graf Saint Germain in den 50er Jahren des 18. Jahrhunderts in London publizieren ließ, seither unbeachtet blieben und nun in Saint Germains Grabeskirche, nämlich in St. Nicolai zu Eckernförde, erstmals wieder wunderbar zum Klingen gebracht wurden. ....

...Den Rahmen der musikalischen Vortragsfolge bildeten zwei in Kirchensonatenform gehaltene Triosonaten in F- und in A-dur, noch in kunstvoller barocker Polyphonie, während die beiden Soloviolinsonaten dem damals beliebten italienischen Geschmack folgen. In seinen Stücken hält sich der Graf ganz und gar an die Vorbilder und Usancen seiner Zeit, was Formaufbau, Affekte, Metrik, Melodik und dynamische Differenzierung angeht."

Denjenigen, die sich eingehend mit dieser besonderen historischen Persönlichkeit beschäftigen, wird es weniger um die musikwissenschaftliche Einordnung seiner Kompositionen gehen, sondern um den tieferen Einblick in das Wesen des Grafen durch die von ihm komponierte Musik. Denn ist nicht in jedweder Kunstrichtung, ob Literatur, Malerei oder Musik das geschaffene Produkt über die handwerkliche Leistung hinaus auch ein Spiegel der Seele des Schaffenden ?

Das Goetheanum schreibt : „Das Ensemble PHOENIX,...., bot eine gediegene, mit Präzision und Einfühlung durchgeführte Interpretation der zum Teil komplexen Sätze. Es wurde dabei eine Weite und Wärme vernehmbar, die auf intime Wirkensweisen einer großen Individualität verwies, die sich jedem Autoritätsglauben, jedemVerfügbarmachen entzieht, und so zu zeitgemäßer, selbständiger geistiger Vertiefung anspornt und inspiriert."

Ensemble PHOENIX

Marcus Honegger - 1. Violine, Matthias Hahn-Engel - Violoncello,
Thorsten Mahnkopf - 2. Violine, Arthur Weinbrenner - Cembalo

Marcus Honegger
erhielt ersten Violinunterricht im Alter von sieben Jahren am Konservatorium seiner Geburtsstadt Heidelberg, später bei W. Planck in Hannover und ab 1977 bei Prof. Atila Aydintan an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Hier legte er nach dem Studium der Ausbildungs- und der Solistenklassen 1985 die Künstlerische Reifeprüfung und 1990 das Konzertexamen ab. Seit 1989 ist Marcus Honegger 1. Konzertmeister des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters und konzertiert solistisch und in verschiedenen Kammermusikensembles, wie z. B. als 1. Geiger des Flensburger Streichquartetts.

Thorsten Mahnkopf
wurde 1966 in Bad Harzburg geboren. Seinen ersten Violinunterricht erhielt er in Goslar, anschließend setzte er seine Ausbildung in Hannover fort, wo er 1984 sein Studium bei Prof. Karl Heinrich von Stumpff und Prof. Barbara Koerppen begann. Am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam vervollständigte er seine Ausbildung.

Neben zahlreichen Preisen bei Jugendwettbewerben erhielt er 1980 den 1. Preis beim Deutschen Mozartfest. Im Jahr 1991 wurde er Mitglied des Landessinfonieorchesters Schleswig-Holstein. Seit 2002 ist er Stimmführer der 2. Violinen. Darüberhinaus spielt er die 2. Violine im Flensburger Streichquartett.

Matthias Hahn-Engel
geboren 1954 in Schleswig, spielt Violoncello seit seinem 10ten Lebensjahr. Bereits als Schüler wirkte er in zwei Jugendorchestern und zwei Streichquartetten mit, von denen eines mehrfach Preisträger bei Jugend musiziert wurde. Nach dem Studium der Schulmusik an der Universität Osnabrück folgt eine langjährige Unterrichtstätigkeit an den Kreismusikschulen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg neben der Mitwirkung in zahlreichen Konzerten als Solist und in Ensembles.

1994 Gründung der Salonformation Herlich Engel Trio. Seit 1996 Aufbau seiner Konzertagentur, mit der er seit Dezember 2001 in Eckernförde ansässig ist.


Arthur Weinbrenner
wurde 1948 in Ungarn geboren und begann schon mit 4 Jahren das Klavierspiel. Später kamen Cello, Orgel, Musiktheorie, Kompositionslehre sowie Spielpraxis in Kammer- und Orchestermusik hinzu. Seit Anfang der 70er Jahre ist Arthur Weinbrenner ein gefragter Klavierbegleiter.

1973 kam er nach Deutschland und begann mit dem Kapellmeisterstudium in Würzburg und Hamburg bei gleichzeitigem Lehrauftrag an der Musikhochschule Würzburg. Seine darauffolgenden Theaterengagements führten ihn von Würzburg über Trier und Mannheim bis nach Schleswig, wo er z. Zt. Leiter der Schauspielmusik am Schleswig-Holsteinischen Landestheater ist.

 

 

facebook